Tagebuch

Montag, 16. Juni 2008

Mit dem Rauchen aufhören

Ich hasse Zigarettenrauch, aber ich habe Raucher geliebt. Mein Sohn rauchte auch. Irgendwann im Stress der Mittelschule gesellte er sich in die Schar der Raucher und nun sind es fünf Jahre. Mir passte das gar nicht, ich war besorgt um seine Gesundheit, aber wenn das Kind über 18 ist und erwachsen, da ist es selber verantwortlich für Genuss und Gift, mit dem sich Mensch benebelt.

Seit Sechs Wochen raucht er nicht mehr. Er hat einfach aufgehört. Kein monatelanger Vorsatz, um den er gekämpft hätte, kein Allen-Carr-Programm, kein Pflaster, kein Ersatz-Kaugummi, nichts von alledem. Es war eine schlichte Entscheidung an einem Samstag im Mai im Liegestuhl sitzend, mit dem Rauchen aufzuhören. Seither hat er keine Zigarette mehr angerührt. Einfach so. Ohne Entzugserscheinungen.
- Das Ende eines Suchtverhaltens, aufgrund eines schlichten Entschlusses. Wenn so etwas möglich ist, was ist uns Menschen sonst noch alles möglich?
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Samstag, 10. Mai 2008

Muttertag

Morgen ist Muttertag. Und damit ich da zu einem ordentlichen Frühstück komme, habe ich heute Abend schon mal vorsorglich was gebacken - süße Rosinenbrötchen aus frisch gemahlenem Dinkelkorn. Und wie das duftet in der Küche!
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Donnerstag, 29. November 2007

Wiedersehen mit dem Weihnachtsmann

Gestern Abend traf ich den Weihnachtsmann. Der Kulturausschuss hatte als Einstimmung zum Advent meine Lesung angesetzt und der Weihnachtsmann saß unter den Gästen. Obwohl er keinen Bart hatte, erkannte ich ihn gleich. Nachher, beim Buffet gesellte ich mich zu ihm. Ich fragte ihn, weshalb er ohne Bart anzutreffen sei. " Die Chemotherapie hatte ihn mir genommen", erzählte er.

Mit richtigem Namen heißt der Weihnachtsmann Josef und ist ein entfernter Verwandter. Mein Großvater hatte eine Schwester, Ottilie, und der Weihnachtsmann hatte deren Tochter geheiratet. Zeitlebens kannte ich ihn mit weißem Rauschebart. Ich nannte Josef stets den Weihnachtsmann, der mit seinen freundlichen Wesen, den lustigen braunen Augen und dem schönen langen weißen Bart (und weißem Haar) für mich der beste und liebste Weihnachtsmann der Welt war. Aber nicht nur für mich. Im Laufe der Jahrzehnte war er für tausende Kinder in der Kirche, im Kindergarten, in der Schule oder bei Feierlichkeiten im Dorf der Nikolaus. Einer der eben ohne Verkleidung aussah, wie wir uns einen wunderbar freundlichen und gütigen Mann, wie den Weihnachstmann, vorstellen mögen.

Nun braucht der Weihnachstmann wohl selbst ein Christkind, das ihm über die schwere Zeit der Chemo hinweg hilft.
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Sonntag, 25. November 2007

Kerzen von Herzen

Während ich ein paar Tage verreist war, sammelte sich ein Stapel Post an, darunter drei Päckchen, die ich freudig in Empfang nehme. Ich öffne das größte Paket. Darin befinden sich zwei Kilo Bienenwachsstücke, die ich von einer Bäuerin im Waldviertel erstanden habe. Der Versand hat bestens geklappt, alles ist wohlbehalten angekommen.
Ich öffnen den Sack mit dem Wachs und stecke meine Nase hinein. Das Wachs duftet wunderbar süß! Und wie schön es ist, mit der goldgelben Farbe, die das Wachs von Natur aus hat.
In einer Schachtel im Keller lagert das Zubehör zum Kerzengießen, das ich hervorhole. Am Nachmittag schmelze ich ein paar Brocken Wachs in dem schmalen hohen Gefäß, das zur Sicherheit im heißen Wasserbad steht, da das Wachs sonst allzu leicht brennbar wäre.

Spätestens nach den ersten Teelichten, die ich in die Form gegossen habe, weiß ich, wieso derart selten Bienenwachs verarbeitet wird. Bienenwachs erweist sich in der Verarbeitung weitaus klebriger als synthetisches Wachs aus billigem Paraffin.

Unlängst, in Vorfreude auf das Selbermachen von schönen Kerzen, kaufte ich in einem Bastelladen eine Würfelform, die ich heute gleich verwende. Ich bin gespannt, wie das mit dieser Form gehen wird . Meine Form für Zylinderkerzen ist nirgends zu finden. Darüber bin ich verärgert, denn ich hatte das ganze Zubehör im Vorjahr jemanden geborgt und da habe ich bei der Rückgabe im guten Vertrauen die Schachtel nicht auf Vollständigkeit kontrolliert.

Um neben Teelicht und Würfel eine weitere Art von Kerzen zu bekommen, forme ich eine Stabkerze. Dazu muss das Wachs eine bestimmte Temperatur und Konsistenz bekommen, damit es in meinen Händen formbar ist. Weder darf es flüssig, noch darf es zu kalt sein, denn da ist es unmöglich zu bearbeiten. Nach einigem Experimentieren im Laufe der Nachmittagsstunden halte ich einen formbaren Wachsbrocken in den Händen. Vom Docht mit der passenden Stärke schneide ich ein 30 cm langes Stück ab und beginne ihn mit Wachs zu umhüllen. Nach und nach kann ich eine längliche Festtagskerze erkennen, die durch die Wärme und Bewegung meiner Hände entsteht. Oft umfängt meine Hand die Kerze, um die Oberfläche zu glätten. Ein unbekümmerter Versuch, das auf der glatten Arbeitsfläche zu tun scheitert, da das Wachs bei der Berührung mit der Arbeitsplatte zu rasch abkühlt und sich nicht mehr glätten lässt, sondern in Schüppchen abreißt, was potthässlich aussieht und sich nur noch mit Mühe wieder glätten lässt mit der Hand.

Nach getaner Arbeit stehen nun rund zwanzig Teelichte, drei Würfel- und zwei Festtagskerzen zum Aushärten am Fensterbrett. Sie duften wunderbar und ich freue mich auf Momente, in denen ich eine dieser handgemachten Kerzen entzünde - oder verschenke.
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Samstag, 24. November 2007

Wiederkehr

Fünf Monate habe ich nicht in mein Blog geschaut gehabt. So lange ist das schon wieder her? Der Sommer ist inzwischen vergangen, der Herbst ins Land gezogen und mit ihm der erste Schnee. Er hält sich hartnäckig. Winterlich sieht es hier aus und wie in einer Bilderbuchlandschaft liegen die verschneiten Wiesen vor mir. Aber nichts lockt mich hinaus, ins Freie, in die Natur. Ich schreibe hier ein paar Zeilen in mein Weblog. Eine Wiederkehr, als wäre ich nur kurz weg gewesen, um im Garten einen Apfel zu pflücken.
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Montag, 16. Juli 2007

Fit über Fünfzig

Die Hitze macht Jung und Alt zu schaffen. Wer bei solchen Temperaturen in einem nicht klimatisierten Büro oder Betrieb sein Brot verdienen muss, hat mein Mitgefühl. Ich denke auch an alte Menschen, deren Organismus sich nicht mehr so schnell auf die Hitze einstellen kann wie in jüngeren Jahren.
Mir kam heute Morgen, nach einer schlaflosen Nacht, der älteste Bürger der Nachbargemeinde in den Sinn. Sogar mit seinen 96 Jahren ging er selber Einkaufen und versorgte zum Teil seinen Haushalt noch selbst. Befragt nach dem Geheimnis seines hohen Alters und seiner Gesundheit, erzählte er, er und seine Frauen haben immer Wert gelegt auf Lebensmittel, wie sie die Bauern essen und auf kaltgepresstes Olivenöl. Bereits in den 1960er Jahren fing fingen sie an, anstelle des üblichen Fettes, kaltgepresstes Olivenöl zu verwenden. Das muss man sich einmal vorstellen! Das war zu einer Zeit, in der bei uns am Land so gut wie niemand Olivenöl kannte, geschweige denn den Wert von kaltgepressten (Oliven-)Öl.
Er pflegte einen Lebensstil und eine Ernährung, die ihn und seine Frau bis ins hohe Alter fit hielt.

Bewundernswert. Und nachahmenswert.
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Freitag, 29. Juni 2007

David - das Ideal jugendlicher Schönheit

Weleda, die Firma mit hochwertigen Hautpflegeprodukten, die nach dem antroposophischen Menschenbild ihre Firmenstruktur aufgebaut hat, berichtet von einem sanften Peeling für eine Statue.

Michelangelos Marmorstatue David ist mehr als 500 Jahre alt und fasziniert als ein Ideal jugendlicher Schönheit. Restaurationsversuche vergangener Jahrhunderte, Umweltverschmutzung und schlechte Witterung haben ihrer Oberfläche erheblich zugesetzt. Ursprünglich war geplant, David mit Chemikalien zu reinigen, doch klugerweise haben ihn Restauratoren dann doch einer anderen Reinigungs- und Schönheitskur unterzogen. Mit einer Schlammpackung aus Zellstoff und Lehm versorgt, wurde Davids ebenmäßige Schönheit wieder ins rechte Licht gerückt.

Lehm sei Dank.
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Sonntag, 17. Juni 2007

Puh

Backvergnügen: Geburttagstorte für einen großen Fan von Winnie Puh. Wir haben viel Spass gehabt beim Verzieren, bis Puh auf der Schokoglasur lümmelte.

geburtstagstorte1
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Mittwoch, 13. Juni 2007

Überraschend gut

Unlängst holte ich Rezepte mit frisch gekeimten Sprossen hervor. Im Schrank lagerte noch eine angefangene Packung Mungbohnen, von denen ich zwei Löffel voll zwei Tage keimen ließ. Mungbohnen mit Bandnudeln, Tomaten und kurz angebratenen Champignos schmeckte überraschen gut, wenn auch die Mungbohnen sehr knackig sind.

Sonnenblumenkerne, die einen Tag gekeimt waren, ergaben im Gurkensalat eine schmackhafte Variante, die ich öfter auf den Speiseplan setzen werde.

Heut' Mittag bereitete ich Avocadocreme mit Kresseblättchen, dazu frisch gebackene Waffeln. Ich bin entzückt darüber, wie gut das schmeckt. Gut dass ich noch eine zweite Avocado gekauft habe und die Kresse prächtig gedeiht.
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Montag, 11. Juni 2007

Ich will es wissen

Herr Steppenhund erzählte in seinem Blog derart anregend über die Suche nach dem optimalen Staubsauger für seinen Haushalt, dass ich gleich Lust bekommen auf Staubsaugen. Ja, sowas gibts. Doch mein Staubsauger dürfte etwas gegen exzessives Saugen einzuwenden gehabt haben, denn gestern hat plötzlich nach verbranntem Gummi zu stinken begonnen. Ich vermute, da hat's was beim Antrieb. So werde ich jetzt einmal den Staubsauger zerlegen und nachschauen, was da los ist. Ich will es wissen.
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SCHLAGLOCH - 13. Mai, 18:52
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