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    <title>Rosenherz : Rubrik:Schreibheft</title>
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    <dc:publisher>rosenherz</dc:publisher>
    <dc:creator>rosenherz</dc:creator>
    <dc:date>2007-04-30T09:26:00Z</dc:date>
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    <title>Rosenherz</title>
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    <title>Über Schreibfedern</title>
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    <description>Zwei Menschen aus meinen Freundeskreis fanden sich unlängst im Café Griensteidl ein. Das ist jenes Wiener Café, das einst Treffpunkt der Iduna (1891 - 1904)  war, dem älteren Kreis von Wiener Schriftstellern, zu dem unter anderem auch Rudolf Steiner zählte. &lt;br /&gt;
Das Café wurde 1846  von Heinrich Griensteidl am Michaelerplatz in Wien begründet und wurde bald zum Treffpunkt bedeutender Persönlichkeiten des Wiener Kulturlebens. &lt;br /&gt;
Auch Peter Altenberg  verkehrte im Griensteidl. Er war Mitglied von &apos;Jung-Wien&apos;, einer Gruppe von Wiener Dichtern und Schriftstellern um 1900, die nach ihrem Treffpunkt im Café Griensteidl und ihrer Neigung, sich dort &quot;auch das Schwere leichtzumachen&quot; (A. Polgar) als &quot;Kaffeehausliteraten&quot; bezeichnet wurden. &lt;br /&gt;
Peter Altenberg formulierte 1906 eine Prosaskizze über die von mir hoch geschätzen Schreibgeräte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Über Schreibfedern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Kultur-Mensch müßte eine Schreibfeder haben, die irgendwie mit seiner Persönlichkeit zusammenhinge! Man müßte es sich einfach nicht recht vorstellen können, wie er mit einer anderen schreiben könnte. Jede andere müßte für ihn direkt eine Gedanken-Hemmerin, eine Empfindungs-Zurückdrängerin sein! Während die ihm zugehörige Schreibfeder gleichsam von selbst Geist und Seele zu Papier brächte, in Schrift umsetzte! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Feder ist die blaue Stahlfeder Kuhn 201. Wie eine Cremoneser Geige, wird sie durch Benützung immer sanfter und besser. Oft scheint sie fast dem sogenannten »Gedankenfluge« vorauszueilen. Jedesfalls überlasse ich mich ihr, als einer sicheren edlen Führerin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ausländischer Psychologe schrieb mir vor zwei Jahren: »Ich brauche es für ein grundlegendes Werk    was wissen Sie mir über die Art Ihrer Produktion Wichtiges mitzuteilen?!?« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erwiderte sofort: «Blaue Stahlfeder Kuhn 201, PapierGroßQuartFormat, starke Pappendeckel-Unterlage, um, im Bette liegend, schreiben zu können. Seelenruhe und etwas Geld. Alles andere nebensächlich!« &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn mir eine junge Dame sagt: »Ich schreibe alles nur mit der Feder so und so«, wird sie mir bereits dadurch innerlich nähergerückt. Wenn eine ältere Dame es sagt, halte ich es für eine Schrulle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine bestimmte Schreibfeder zu benützen, ist ein Zeichen von »mangelnder Individualität« würde ein Moderner dekretieren. &lt;br /&gt;
Ich aber sage nur sanft und bescheiden: Blaue Stahlfeder Kuhn 201, sei bedankt! &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mir rückt jemand innerlich ein wenig näher heran, der mit Schreibfeder,  Füllfeder oder Un-Artig schreibt. Und ich sage ebenso sanft, aber rosenherzig unbescheiden: Montblanc 252, sei bedankt!</description>
    <dc:creator>rosenherz</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://rosenherz.twoday.net/topics/Schreibheft&quot;&gt;Schreibheft&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 rosenherz</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-30T08:53:00Z</dc:date>
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   <title>find</title>
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