Experiment in Rot
Der heutige Tag, dieser wunderbar mildsonnige Septembertag, brachte mir eine Frage:
Kann man mit Farbe aus Pflanzen malen? Direkt aus Pflanzen?
Ich meine, haben Säfte aus Blüten oder Stengeln genügend Farbkraft, um etwas auf Papier zu malen? Dass das Rotblau aus dem Hollertrauben nicht gerade ein leuchtendes Rot oder Blau ergibt, sondern ein mattes Grau, das weiß ich bereits aus der Arbeit des Wollfärbens. Mit den Roten Rüben ist es das gleiche. Also mache ich damit heute auch kein Experiment. Brombeeren sind zwar reif, aber die wenigen die noch am Strauch hängen, die sind mit zu schade zum Malen, die esse ich lieber.
Die Blüten der rosa und pinkfarbenen Cosmeen kommen mir in den Sinn. Ich zupfe zwei, drei Blütenblätter aus dem Blütengrund und verziehe mich ins Haus, wo ich vorerst auf Schmierpapier Farbspuren reibe. Das gibt Saft und Farbe. Ein Lila kommt heraus, matt, aber schön.
Später, nach dem Trocknen und der Einwirkung des Tageslichts, bemerke ich, was übrig blieb, ist Grau. Facetten zwischen Silbergrau und blassem Steingrau.
Nächster Experimentiergang: Rosenblüten - von der Mühlviertler Rose. Samtrot blühend, das könnte ein sattes Weinrot ergeben, oder Bordeaux. Ich rolle ein Blütenblatt zwischen meinen Fingern zusammen und reibe auf Papier. Die Blütenblatt ist schon etwas eingetrocknet gewesen, es gibt kaum noch Farbe ab. Ich versuche es neuerlich, diesmal mit einem frischen. Das klappt besser, viel besser.
Je nachdem, wie ich das zusammengewuzzelte Blatt auf das Aquarellpapier rolle, ergeben sich Formen und oder Muster, die konkret oder abstrakt wirken. Farblich wird nach dem Trocknen ein Violett sichtbar, dessen sattheit abhängig davon ist, wieviel Farbe ich aufgetragen beim Malvorgang. Zwar erscheint das Violett heller im trockenen Zustand, doch es ist eindeutig ein Violett geblieben und ich würde es als angenehm farbig bezeichnen.
Spontaner Lust folgend hatte ich Herzen, Schmetterlinge, Blüten odr ähnliches zu Malen angedacht. Manches davon sieht so aus, manches ist irgendwie anders, irgendwie undefinierbar.
Aus den schönsten Stücken werde ich Grußkarten und Geschenkanhänger fertigen. Mal schauen, wie sich das macht. Auf jeden Fall hab ich eine große Freude verspürt, beim Malen mit dem Pflanzen. Ich habe sie selbst entdeckt, diese Art zu Malen.
Kann man mit Farbe aus Pflanzen malen? Direkt aus Pflanzen?
Ich meine, haben Säfte aus Blüten oder Stengeln genügend Farbkraft, um etwas auf Papier zu malen? Dass das Rotblau aus dem Hollertrauben nicht gerade ein leuchtendes Rot oder Blau ergibt, sondern ein mattes Grau, das weiß ich bereits aus der Arbeit des Wollfärbens. Mit den Roten Rüben ist es das gleiche. Also mache ich damit heute auch kein Experiment. Brombeeren sind zwar reif, aber die wenigen die noch am Strauch hängen, die sind mit zu schade zum Malen, die esse ich lieber.
Die Blüten der rosa und pinkfarbenen Cosmeen kommen mir in den Sinn. Ich zupfe zwei, drei Blütenblätter aus dem Blütengrund und verziehe mich ins Haus, wo ich vorerst auf Schmierpapier Farbspuren reibe. Das gibt Saft und Farbe. Ein Lila kommt heraus, matt, aber schön.
Später, nach dem Trocknen und der Einwirkung des Tageslichts, bemerke ich, was übrig blieb, ist Grau. Facetten zwischen Silbergrau und blassem Steingrau.
Nächster Experimentiergang: Rosenblüten - von der Mühlviertler Rose. Samtrot blühend, das könnte ein sattes Weinrot ergeben, oder Bordeaux. Ich rolle ein Blütenblatt zwischen meinen Fingern zusammen und reibe auf Papier. Die Blütenblatt ist schon etwas eingetrocknet gewesen, es gibt kaum noch Farbe ab. Ich versuche es neuerlich, diesmal mit einem frischen. Das klappt besser, viel besser.
Je nachdem, wie ich das zusammengewuzzelte Blatt auf das Aquarellpapier rolle, ergeben sich Formen und oder Muster, die konkret oder abstrakt wirken. Farblich wird nach dem Trocknen ein Violett sichtbar, dessen sattheit abhängig davon ist, wieviel Farbe ich aufgetragen beim Malvorgang. Zwar erscheint das Violett heller im trockenen Zustand, doch es ist eindeutig ein Violett geblieben und ich würde es als angenehm farbig bezeichnen.
Spontaner Lust folgend hatte ich Herzen, Schmetterlinge, Blüten odr ähnliches zu Malen angedacht. Manches davon sieht so aus, manches ist irgendwie anders, irgendwie undefinierbar.
Aus den schönsten Stücken werde ich Grußkarten und Geschenkanhänger fertigen. Mal schauen, wie sich das macht. Auf jeden Fall hab ich eine große Freude verspürt, beim Malen mit dem Pflanzen. Ich habe sie selbst entdeckt, diese Art zu Malen.
rosenherz - 9. Sep, 23:02


