Verborgene Schätze
Wie beinah jeden Tag weckt mich der Lärm eines Mitbewohners im Haus. Musik lärmt durch die dünnen, alten Wände, Bässe dröhnen, nach wenigen Minuten stehe ich genervt auf. Mit noch verschlafenen Augen nähere ich mich dem einzigen Fenster im Zimmer, nach Norden gerichtet, dessen großzügige Breite erlaubt einen weiten Blick.
Im sich lichtenden Morgengrau fällt mir auf, die Hänge am nah gegenüberliegenden Berg sind schneelos. Mich beschleicht ein Gefühl des schlechten Gewissens. Hatte ich gestern gelogen? Eine Mitreisende hatte mich gefragt, ob es noch Schnee gäbe bei uns. "Ja, klar!", versicherte ich ihr. Als ich nun die schneelosen Wiesen des Weihrauch-Bauern sehe, zweifle ich am Wahrheitsgehalt meiner gestrigen Antwort. Hatte ich in meiner Geschäftigkeit vergangener Tage übersehen, dass der Schnee gänzlich geschmolzen war? War ich so vertieft gewesen in meinen Alltag?
Ich gehe näher heran ans Fenster. Neige mich nahe an die Fensterscheibe, um den Abhang vor meinem Fenster zu erspähen. Liegt dort Schnee? Liegt dort jener Schnee, der mein Gewissen augenblicklich entlasten könnte?
Ja, Schnee bedeckt die Landschaft vor meinem Haus. Nein, nicht nur vor meinem Haus, der ganze Bergrücken ziert sich winterweiß. - Ich hatte die Wahrheit gesagt.
Wenn ich morgens beim Fenster verweile, stimme ich mich ein, auf den vor mir liegenden Tag. Wie ist das Wetter? Welche Farbe zeigt das Licht an diesem Morgen? Welche ersten Gedanken kommen mir in den Sinn?
Vor dem Fenster tänzelt ein trockenes Blatt empor - als vollführe es einen Ballettreigen. Es schwingt es sich ein paar Zentimeter in die Höhe, hält einen Moment inne, um wieder von neuen im Luftstrom in die Höhe zu tanzen. Immer wieder das gleiche Spiel. Bis es aus meinem Blickfeld entschwindet. Fasziniert beobachte ich das unerwartete Schauspiel. "Verborgene Schätze" - mein Gedanke dazu. Was wird mir dieser kommende Tag offenbaren an bisher verborgenen Schätzen?
Im sich lichtenden Morgengrau fällt mir auf, die Hänge am nah gegenüberliegenden Berg sind schneelos. Mich beschleicht ein Gefühl des schlechten Gewissens. Hatte ich gestern gelogen? Eine Mitreisende hatte mich gefragt, ob es noch Schnee gäbe bei uns. "Ja, klar!", versicherte ich ihr. Als ich nun die schneelosen Wiesen des Weihrauch-Bauern sehe, zweifle ich am Wahrheitsgehalt meiner gestrigen Antwort. Hatte ich in meiner Geschäftigkeit vergangener Tage übersehen, dass der Schnee gänzlich geschmolzen war? War ich so vertieft gewesen in meinen Alltag?
Ich gehe näher heran ans Fenster. Neige mich nahe an die Fensterscheibe, um den Abhang vor meinem Fenster zu erspähen. Liegt dort Schnee? Liegt dort jener Schnee, der mein Gewissen augenblicklich entlasten könnte?
Ja, Schnee bedeckt die Landschaft vor meinem Haus. Nein, nicht nur vor meinem Haus, der ganze Bergrücken ziert sich winterweiß. - Ich hatte die Wahrheit gesagt.
Wenn ich morgens beim Fenster verweile, stimme ich mich ein, auf den vor mir liegenden Tag. Wie ist das Wetter? Welche Farbe zeigt das Licht an diesem Morgen? Welche ersten Gedanken kommen mir in den Sinn?
Vor dem Fenster tänzelt ein trockenes Blatt empor - als vollführe es einen Ballettreigen. Es schwingt es sich ein paar Zentimeter in die Höhe, hält einen Moment inne, um wieder von neuen im Luftstrom in die Höhe zu tanzen. Immer wieder das gleiche Spiel. Bis es aus meinem Blickfeld entschwindet. Fasziniert beobachte ich das unerwartete Schauspiel. "Verborgene Schätze" - mein Gedanke dazu. Was wird mir dieser kommende Tag offenbaren an bisher verborgenen Schätzen?
rosenherz - 18. Jan, 08:21


