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Ein guter Kuss ...

Samstag, 30. Dezember 2006

Kuss-Sammlung (zungenküsse Yvonne)

....
Du beginnst, mich zu küssen, von oben her, wirst den Mund
öffnen müssen, wartest zu, stößt schließlich heftig und
schwellend da rein, willst so meine Zunge fixieren.
Ich halt dagegen, verlier den Atem, muss ventilieren.
Du hebst den Schopf. Weißt du überhaupt, was ein Kuss
alles raubt? Nicht nur den Kopf, die Besinnung – das Muss
der Entscheidung! Die Talkmasterin in einer Talkshow
wollte genau wissen, ob die Frau den Mund geöffnet hat, so,
und ob die Zunge im Spiel war. Damit nicht genug: ob
denn der Mann mit seiner Zunge eingedrungen ist, grob,
und - wenn ja – wie weit: nur einen Zentimeter, zwei, drei
oder nach ganz hinten. Oder ob gleich gebissen wurde, einerlei,
ob in ihre Lippen oder die Spitze. Und dann die Reaktion
der Frau mit ihrer Zunge. Ob es also zu einer Kommunikation
da drinnen, einem Mit- oder Zusammenspiel gekommen ist
und - wenn ja -: wieviel Sekunden es sich dort spießt
mit ihrem Widerstand; oder ob sie seine Zunge, kaum
zwischen ihren zusammengepressten Lippen, im Mundraum
gespürt hat, davon unumwunden zu mehr verführt ist - ihr
Ausflippen oder zurückweisendes Zurückweichen, hier,
vor diesem unglücklicherweise eingedrungenen Stück,
vor dessen Begehren, seinem drängenden Vor und Zurück.
Im betreffenden Fall war die Frage, ob ein Ehebruch schon
damit beginnt, dass die Frau in dieser brüchigen Situation –
auch wenn sie sonst passiv bleibt – die Lippen auftut,
Nicht einmal ein Zentimeter ist erlaubt, ist nicht gut
für ihr Ansehen, so die Meinung der Mehrheit, sagst du.
Aber kommen nicht immer Frust, Sex und Triebe dazu?
Dabei geht es nicht darum, ob die treibende Kraft,
der Zungenküsser – der Freund des Klägers –, voller Saft
war oder nicht. Diesen kitzligen Fall entscheidet nur,
dass die Frau nicht, gemäß ihrer Natur, über die Schnur
haut, also vielleicht in einem Reflex des Erschreckens
den Mund ein wenig öffnet, mit einer Drehung des Beckens
dem Mann die Gelegenheit bietet, ein- und damit auch
noch weiter vorzuchecken: zu Hals, Schultern, Bauch.
Wäre eine leichte Lippenberührung schon genug Animation?
....

finden sie unter "zungenküsser yvonne".
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Montag, 25. Dezember 2006

Kuss-Sammlung (steppenhund)

Ein guter Kuss?

Es gibt viele gute Küsse. Manche sind so sogar dadurch so besonders
gut, weil es viele sind. Weil sie eine Vertrautheit bestätigen, die täglich erneuert wird.

Aber es gibt etwas, was den ganz besonderen Kuss ausmacht und ich versuche die Eigenschaften aus den zwei Küssen heraus zu
destillieren, an die ich mich am besten erinnern kann. Es gab noch ein paar von dieser Sorte, doch letztlich sind sie an einer Hand abzuzählen.
Dieser besondere Kuss erfordert drei Grundvoraussetzungen:
1) sowohl Frau als auch Mann wissen, wie man gut küßt (wie immer das
definiert sein mag)
2) sowohl Frau als auch Mann haben schon lange nicht geküßt.
3) es ist der erste Kuss zwischen den beiden.

Es gibt dann noch andere rein mechanistische Erfordernisse wie ähnliche Mundgröße, volle Lippen und generell körperliche Kompatibilität in Geschmack und Geruch. Die können aber irgendwie impliziert werden, wenn man sich überhaupt auf Kussdistanz nähert.

Jener spezielle erste Kuss vor fast zehn Jahren, an den ich mich noch
heute fast physisch erinnern kann, fand auf einer Strassenbahnhaltestelle am Donaukanal statt. Dem Kuss waren viele
Gespräche vorausgegangen, die Gemeinsamkeiten hergestellt hatten. Auch Begehrlichkeiten. Doch mein Verheiratet-Sein hatte eine Barriere dargestellt, die an jenem Abend fiel. Sie fiel zu einem Zeitpunkt, an dem sich eine tiefe Zärtlichkeit zum anderen eingestellt hatte und eine Verabschiedung auf Handschlag- oder Bussiebene nicht mehr möglich schien.

So kam es zu jenem ersten Kuss, der von der Bedeutung her etwas Besonderes hatte und in der Ausübung einem dramaturgischen Ablauf folgte.

Der Umarmung und dem Annähern der Köpfe folgte der erste Mundkontakt, den ich sehr bewusst erlebte. Ihren Mund hatte ich schon vorher bewundert und jetzt wollte ich ihn erfühlen. Mund auf Mund musste so passen wie das Andocken eines Spaceshuttles an die Raumstation - gleichmäßig aber dicht, alle Sensoren darauf ausgerichtet, dass sanfter gleichförmiger Druck an allen Stellen entsteht. Jetzt erfolgte die erste Bestätigung, die Lippen fühlten sich gut an, nicht zu trocken, nicht zu feucht, nicht zu spröde, einfach richtig in allen haptischen Belangen.

Jetzt trat ein erstes Glücksgefühl ein, eine Grenze war überschritten
worden. Da gab es ein körperliches "wir". Nach einiger Zeit öffneten
sich die Münder und das Spielen begann. Jetzt wurde das
Geschmacksempfinden bestätigt. Wir schmeckten einander gegenseitig. Wir schmeckten einander gegenseitig. Der Satz muss zweimal gesagt werden, da er zwei verschiedene Bedeutungen mit sich führt. Und im Spielen geschah etwas, was den eigentlichen Höhepunkt des Kusses einleitete. Ihr Körper, wir standen beide, entspannte sich. Er wurde etwas schwerer in meinen Armen, plötzlich schien ich sie halten zu müssen und ich hatte das Gefühl von Weichheit und absoluter Anschmiegsamkeit. Das Gefühl griff auf mich über. Nun küßte nicht mehr ich, sondern es küßte uns. Der Kuss entwickelte ein Eigenleben. Und obwohl der Kuss eine ganz entschieden erotische, ja sexuelle Geschmacksrichtung zu bekommen schien, war die eigentliche Vereinigung bereits vorgenommen. Sex würde es später einmal geben, nicht auf der Haltestelle. Mit diesem Kuss war aber bereits alles etabliert, die Hingabe hatte stattgefunden, die Gürtelschnalle war gelöst worden. Ich stimme denjenigen zu, die meinen, dass ein richtiger Kuss intimer als Sex ist.

Und so sind diese Erinnerungen an den Kuss mit wesentlich mehr Details behaftet, die ich mir sinnlich gewärtig werden lassen kann. Ihr Gesicht, ihre Augen, das Verhältnis der Körpergröße, wie weit ich meine Arme ausbreiten musste, ihr Mantel, die Temperatur der Umgebung, der Dämmerungsgrad des Abends. Dazu kommt das Quietschen der Strassenbahnräder, die dort eine Kurve bewältigen müssen und das bewusste Leiserwerden der Umgebung, bis schlussendlich gar nichts mehr von dieser Umgebung wahrgenommen wird. Gekrönt von einer Nachhausefahrt, die notwendige Trennung in ein Glücksgefühl umgemünzt hatte: "wir hatten uns geküßt."

(Noch heute verbindet uns eine tiefe Freundschaft, ja man kann durchaus von Liebe sprechen, auch wenn unsere Lebenswege letztlich wieder auseinandertrieben.)

(c) Steppenhund

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Sonntag, 24. Dezember 2006

Kuss-Sammlung (acuto)

Unser Kuss

Über Küssen reden,
als würde man es gerade tun –
jetzt und hier –
ist eigentlich unmöglich.
Doch es ist Weihnachten
und an Weihnachten ist nichts unmöglich.
Manchmal werden sogar Träume wahr.
Und darum träume ich einen Kuss –
nicht irgendeinen,
sondern DEN Kuss.
Auf dass er wahr werde.

Es ist ein Kuss in Liebe – tiefer Liebe.
Ein Kuss, der von mir weiß und von Dir.
Der alle Sehnsucht in sich trägt
und nur einen Wunsch kennt -
Dir zeigen,
wie unendlich kostbar Du mir bist.
Ich sehne mich nach diesem Kuss;
nicht beschlossen, noch vorgefasst.
Sondern weil Du Du bist
und ich Dich unendlich dafür liebe,
dass Du bist, der Du bist.
Einzig darum
sehne ich mich nach diesem Kuss.
Unserem Kuss.

Er beginnt in unseren Augen.
Tauch ein in mich, wie ich in Dich.
Erkenn die Tiefe,
die ich bin, die zu Dir will.
Kein Schleier mag Dich von mir trennen,
ich halte aus, solange du vermagst.
Und wenn du nicht mehr erträgst,
was du siehst,
weil es dich tiefer zieht als alles,
was Du je erahntest,
schau auf meinen Mund.
Er ist das Tor zu meiner Seele.

Ich wünsche mir von Herzen,
dass mich nicht Eile überfällt,
möcht kosten jeden Augenblick.
Mit all meinen Sinnen
Dich aufnehmen in mir.
Und da Dein Blick in mir wohnt,
weil alles, was er sieht,
Dein ist,
öffnen wir die Tür.

Behutsam erst,
damit nicht Hauch,
noch Wärme uns entgeht.
Unendlich sanft erkunden wir,
was uns zusammenführt.
Deinen Mund – ich will ihn lesen,
erkennen, wo ich hingehör.
Jede Linie, jeder Bogen,
sachte Wölbung, leiser Schwung
verzeichne ich auf meinen Lippen,
lass zeichnen Dich auch meinen Mund.

Und wenn wir wissen,
was wir ahnten,
unser Sehnen dem Erkennen weicht,
möcht ich in dir ertrinken -
ganz langsam erst
und dann in vollen Zügen.
Nicht Du, nicht ich mehr -
nur noch wir
versinken Tür in Tür.

Zwei Flüsse, die sich finden,
wie immer sie auch weiterführn -
der Kuss, den ich heut träume,
schmiegt sie zu einem Meer.
Ich weiß, dass es ihn gibt -
so, wie es Dich gibt und auch mich.
Mein Sehnen und das Deine
führen dorthin, wo er lebt
und auf uns wartet.
Auf dass er wahr werde -
unser Kuss.

(c) acuto


http://zweisilbig.twoday.net/
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Samstag, 23. Dezember 2006

Kuss-Sammlung (Eschenfee)

Ein Stück vom Paradies

Gute Küsse waren (und sind) für mich die, die ich nie wieder vergessen konnte ... gegeben und bekommen verbinden sich mich bis heute mit Menschen, die mir sehr wertvoll sind. Es ist nicht der Kuss allein, sondern mit ihm die Gefühlswellen, die dabei durch zwei Körper gleichzeitig zu strömen scheinen und eine alt vertraute Verbundenheit (woher auch immer ) wiederherstellen.

Eine warme, körperliche Berührung kann so viel mehr auslösen, als Worte ... ein aufrichtiger, liebevoller Kuss kann eine Seele wieder aufrichten, ein Herz trösten - ... und ungeheure Kraft geben. Joseph Conrad hat mal gesagt: "Küsse sind das, was von der Sprache des Paradieses übriggeblieben ist" - ... das trifft es, was ich damit meine !

(c) Eschenfee



http://eschenfee.twoday.net/
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Kuss-Sammlung (nömix)

Ein guter Kuss ist das intimste, was es zwischen Mann und Frau gibt. Intimer als Sex.


(c) nömix


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Kuss-Sammlung (Herbstfrau)

ein Kuss ...
Irgendwo las ich einmal sinngemäß: Ein Kuss ist eine reizende Erfindung der Natur, die das Reden zu unterbindet, sobald Worte überflüssig sind ...

Ja, was ist ein Kuss? Es ist etwas, worauf ich nicht verzichten möchte.
Es gibt so unendlich viele Arten von Küssen. Den liebevollen, den eine Mutter ihrem Kind gibt, den freundschaftlichen Kuss, den Kuss zur Begrüßung/ Verabschiedung usw.
Ich denke, davon soll hier wohl weniger die Rede sein.

Ich sage jetzt etwas vom Kuss, den sich Liebende geben.
Wenn mein Liebster mich besucht, dann öffne ich die Tür, wir schauen uns tief in die Augen, wir lächeln uns an und geben uns den ersten Kuss. Er ist noch zaghaft, und er beinhaltet Freude über unser Wiedersehen. Dann schließe ich die Tür und wir stehen im Flur. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und lege die Arme um seinen Hals. Ein zarter Kuss mit geschlossenen Lippen folgt, einzweiter, der dritte wird schon heftiger, er beinhaltet unsere tiefen Gefühle zueinander. Geborgenheit, Liebe, Lust, ja schließlich Verlangen. Die Lippen öffnen sich, wir lassen unsere Zungen spielen.
Wir halten uns ganz fest, schließen die Augen und öffnen sie wieder, um den glücklichen Gesichtsausdruck des anderen genießen zu können. Wir vergessen alles um uns herum, sogar, dass wir immer noch im Flur stehen.
Schließlich lösen wir unsere Lippen voneinander, wir gehen ins Wohnzimmer und setzen uns auf die Couch. Manchmal trägt mein Liebster mich auch an diesen ORT und wir küssen uns dabei weiter.

Zarte und heftige Küsse, von seiner Seite aus gemischt mit kleinen Bissen in die Unterlippe, die die Lust aufeinander noch mehr schüren, schließen sich an und wechseln sich ab mit Zungenküssen, die signalisieren- wir wollen mehr als nur unsere Lippen küssen...

und da gibt es doch so vielfältige Stellen am Körper des Geliebten, die man näher in Augenschein nehmen möchte. Oh, es ist so warm im Zimmer...psst! Wir küssen doch, bitte nicht stören! Und was tun wir beide? Dabei schweigen? Nein, oh nein, geflüsterte Worte steigern die Lust auf Küssen und mehr, man kann ja auch in den Pausen...

Das wars vorerst, und das Schönste daran ist schließlich, dass Küssen auch für die Gesundheit gut sein soll-wie ich oben las.

Aber nicht, wenn man sich vom vielen Küssen ansteckt. Ja, Küssen ist ansteckend, nicht nur wegen der Erkältung, die ich habe. Nein, es macht süchtig auf MEHR!

(c) Herbstfrau

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Kuss-Sammlung ("Herwig")

Ein guter Kuss ist ehrlich. Er will nicht scheinen, sondern sein. Er lässt das Blut pochen, nicht nur im Herzen, sondern noch viel tiefer. Ein guter Kuss ist Selbstaufgabe. Selbstauflösung. Und indem er sich selbst aufgibt, bekommt er alles.


(c) Barbara A. Lehner


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Kuss-Sammlung (Barbara A. Lehner)

Ein guter Kuss erzählt in wenigen Augenblicken eine ganze Geschichte. Eine von Begehren, von Zärtlichkeit, von Liebe, aber auch vom Loslassen. Ein guter Kuss lässt los, indem er berührt. Lässt Gedanken und Gefühle los, die sich immer wieder dazwischenschleichen wollen, er lässt die Angst los vor dem Moment, in dem die Lippen sich wieder lösen, weil er nur im Augenblick lebt. Dem guten Kuss ist es völlig egal, ob er gut, ob er richtig, ob er technisch perfekt ist, ein guter Kuss ist, was er ist. Nämlich die ganze Welt reduziert auf zwei Lippenpaare, auf Zungen, auf Haut. Die ganze Welt reduziert auf ein paar Sekunden.

(c) Barbara A. Lehner


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Kuss-Sammlung (WilderKaiser)

Unmögliche Küsse
Es ist schon recht schwer, einen Kuss überhaupt zu beschreiben. "Sie lag in seinen starken Armen und sah ihn mit ihren hellblauen Augen verliebt an. Ihr langes, wallendes, blondes Haar fiel ihr über die Schultern. Er beugte sich vor und küßte sie leidenschaftlich." Aber ist das realistisch? Küsse - einige davon sind möglich, aber unwahrscheinlich; andere unmöglich, wieder andere tatsächliche Realität. Wenn ich eine Frau küsse, dann bedeutet es zweierlei: Versprechen und Verheißung. Ein Versprechen, dass die Flüchtigkeit, wenn sich die Lippen berühren, wenn die Distanz zusammenschmilzt und sich auflöst, nicht flüchtig bleibt, sondern sich immer wieder vollzieht. Die Verheißung, dass mir der Kuss das Geheimnis enthüllt, das sich hinter der gegenseitigen Anziehung verbirgt, dass es nicht mehr viele Küsse braucht, um dieses Geheimnis zu erfahren, dass aber jeder Kuss tiefer in den verwirrenden und exotisch schönen Irrgarten der Liebe führt. Darin gleicht der Kuss der gerade aufgesprungenen Knospe einer Rose. Es ist alles vorhanden, aber vorerst nur zu erahnen. Wenn ich es greifen will, entzieht es sich mir. Ein unmöglicher Kuss ist daher einer, der eine Offenbarung sein will. Es gibt sicherlich schon genügend Argumente, warum unsere Vorstellungen von romantischer Liebe eine schöne Lüge sind. Nun, hier ist ein weiteres. Ein Kuss ist eben nicht der Höhepunkt und nicht das exhibitionistische Zurschaustellen von Gefühlen. Überhaupt nicht. Wenn das so wäre, könnten wir uns mit einem Kuss alles sagen. Und das wäre doch schade.

(c) Wilder Kaiser

">http://wilderkaiser.twoday.net/stories/3100099/">">
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Kuss-Sammlung (david ramirer)

ein guter kuss
eingetaucht die schalen
in das andere
und doch auch
in sich

die zeit verschwand
an ihre stelle trat
das ungekannte
innige du

wie nahrung kommt es
wellenweise
überströmend
in meine welt


dazwischen ist tanz
und unausgesetzte berührung
der zungen - der hände
und des geschmacks

wie eine perle sinkt
der kern unserer seelen
auf den grunde
der anderen schale

und wir küssen uns
weiter, und weiter
und der morgen erwacht
und sieht uns küssend...

(c) david ramirer

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