Bedauern
Die für mich vergnüglichste Art Ostern zu genießen: auf der Hausbank. Vormittags. Ja, vormittags. Um diese Zeit scheint das Sonnenlicht gelblicher und klarer, als zu anderer Zeit. Kein Vergleich mit Mittagshelle, Nachmittagsstrahlen oder Sonnenuntergang. Aber ich bedauere, dass es keine wirklichen Begriffe gibt in der deutschen Sprache für die Nuancen des Tageslichts.
Die Eskimos haben sechzehn unterschiedliche Begriffe für Schnee. Was haben wir? Ein paar mikrige Begriff für die Taghelle; sonnig, trüb, bedeckt, milchig, nebelig. Dazu ein paar hauptwörtlich gebrauchte: Glanz, Helle, Geflimmer, Leuchten, Schein, Schimmer, Licht, Gefunkel, Klarheit, Leuchtkraft, Lichtflut, Lichtfülle, Lichtkegel, Lichtstrahl.
Ich bedauere, wie wenig wir in der deutsche Sprache Naturphänomene auszudrücken vermögen. Ich suche nach Worten für Tageslicht, die den vielen feinen Nuancen gerecht werden.
Die Eskimos haben sechzehn unterschiedliche Begriffe für Schnee. Was haben wir? Ein paar mikrige Begriff für die Taghelle; sonnig, trüb, bedeckt, milchig, nebelig. Dazu ein paar hauptwörtlich gebrauchte: Glanz, Helle, Geflimmer, Leuchten, Schein, Schimmer, Licht, Gefunkel, Klarheit, Leuchtkraft, Lichtflut, Lichtfülle, Lichtkegel, Lichtstrahl.
Ich bedauere, wie wenig wir in der deutsche Sprache Naturphänomene auszudrücken vermögen. Ich suche nach Worten für Tageslicht, die den vielen feinen Nuancen gerecht werden.
rosenherz - 13. Apr, 10:01



Lichttentakel
stimmt - die Nuancierung für Sonnenlicht ist im deutschen Sprachgebrauch doch sehr mager gehalten. Doch hilft vielleicht die Bildersprache weiter, die Sonnenlicht in seiner Vielfalt über die Jahreszeiten und den Tagesablauf erfassen kann.
Im Frühjahr, wenn wir Licht- und Sonnenhungrig sind, erleben wir die Sonne besonders intensiv und sind dankbar für jeden Sonnenstrahl, der mit seinem wärmenden Licht auf unsere Haut fällt, während wir die Glut der Sommerhitze lieber aus Distanz und im Schatten genießen können.
Im Traum fühlte ich mich fast einer Lichtflut aufgesogen. Das überhelle Licht pulsierte durch altertümliche Fenster, als wollten die Ausläufer der Strahlen - die wie Tentakel nach mir greifen wollten - mich erfassen und in den Sog des Lichtes ziehen. Ich bekam Angst und fürchtete, die Lichtflut würde mich verbrennen und auflösen - doch ich blieb manifest und gebannt vor den offenen Fenstern stehen und sah die nach mir greifenden Lichttentaklel - ich war unfähig mich aus ihrem Bann zu ziehen - es zog mich ins Licht.
Die nächste Traumsequenz brachte mich an einen anderen Ort, er gab mir Sicherheit vor der Sonnenflut. Eng mit meinem Rücken an der Wand geschmiegt, stand ich neben den Fenstern und sah angsterfüllt und gleichzeitig gebannt auf das pulsierende Licht, sah wie die Lichttentakel pulsierend ins Leere griffen, ich war ja außer ihrer Reichweite und in Sicherheit.
Ja..das war ein einprägsames Erlebnis mit Licht, dass sich in meiner Erinnerung fest eingeprägt hat.
Gruß LaWe
Eine interessante Traumsequenz, die du mir da beschrieben hast. Stimmt, die Sonne kann einem auch überfluten, mit Licht, mit Hitze, kann einem zuviel an Helligkeit und an Wärme sein. Ich selber mag es lieber nicht so heiß, dass es mir den Schweiß auf die Stirn treibt und die Schuhe durchnäßt von innen. Das Gemäßigte erfreut mein Gemüt mehr.
Beim Lesen deines Kommentars ist mir aufgefallen, ich träumte bisher selten von Licht, viel eher von Wegen. Geschotterte Wege, asphaltierte, steile, Schluchtenwege, Radwege, Feldwege, Wasserwege ... ich scheine auf dem Weg zu sein.
Unlängst habe ich in einem Buch gelesen, in einer östlichen Weisheitslehre, dass die Menschen dort meinen, die nächtlichen Träume ordnen unser Leben, und sie lösen karmische Bindungen. Ob da was dran ist, mit dem wir westlich geprägten Menschen etwas anfangen können?
Mit lieben Grüßen
Rosenherz