Kerzen von Herzen
Während ich ein paar Tage verreist war, sammelte sich ein Stapel Post an, darunter drei Päckchen, die ich freudig in Empfang nehme. Ich öffne das größte Paket. Darin befinden sich zwei Kilo Bienenwachsstücke, die ich von einer Bäuerin im Waldviertel erstanden habe. Der Versand hat bestens geklappt, alles ist wohlbehalten angekommen.
Ich öffnen den Sack mit dem Wachs und stecke meine Nase hinein. Das Wachs duftet wunderbar süß! Und wie schön es ist, mit der goldgelben Farbe, die das Wachs von Natur aus hat.
In einer Schachtel im Keller lagert das Zubehör zum Kerzengießen, das ich hervorhole. Am Nachmittag schmelze ich ein paar Brocken Wachs in dem schmalen hohen Gefäß, das zur Sicherheit im heißen Wasserbad steht, da das Wachs sonst allzu leicht brennbar wäre.
Spätestens nach den ersten Teelichten, die ich in die Form gegossen habe, weiß ich, wieso derart selten Bienenwachs verarbeitet wird. Bienenwachs erweist sich in der Verarbeitung weitaus klebriger als synthetisches Wachs aus billigem Paraffin.
Unlängst, in Vorfreude auf das Selbermachen von schönen Kerzen, kaufte ich in einem Bastelladen eine Würfelform, die ich heute gleich verwende. Ich bin gespannt, wie das mit dieser Form gehen wird . Meine Form für Zylinderkerzen ist nirgends zu finden. Darüber bin ich verärgert, denn ich hatte das ganze Zubehör im Vorjahr jemanden geborgt und da habe ich bei der Rückgabe im guten Vertrauen die Schachtel nicht auf Vollständigkeit kontrolliert.
Um neben Teelicht und Würfel eine weitere Art von Kerzen zu bekommen, forme ich eine Stabkerze. Dazu muss das Wachs eine bestimmte Temperatur und Konsistenz bekommen, damit es in meinen Händen formbar ist. Weder darf es flüssig, noch darf es zu kalt sein, denn da ist es unmöglich zu bearbeiten. Nach einigem Experimentieren im Laufe der Nachmittagsstunden halte ich einen formbaren Wachsbrocken in den Händen. Vom Docht mit der passenden Stärke schneide ich ein 30 cm langes Stück ab und beginne ihn mit Wachs zu umhüllen. Nach und nach kann ich eine längliche Festtagskerze erkennen, die durch die Wärme und Bewegung meiner Hände entsteht. Oft umfängt meine Hand die Kerze, um die Oberfläche zu glätten. Ein unbekümmerter Versuch, das auf der glatten Arbeitsfläche zu tun scheitert, da das Wachs bei der Berührung mit der Arbeitsplatte zu rasch abkühlt und sich nicht mehr glätten lässt, sondern in Schüppchen abreißt, was potthässlich aussieht und sich nur noch mit Mühe wieder glätten lässt mit der Hand.
Nach getaner Arbeit stehen nun rund zwanzig Teelichte, drei Würfel- und zwei Festtagskerzen zum Aushärten am Fensterbrett. Sie duften wunderbar und ich freue mich auf Momente, in denen ich eine dieser handgemachten Kerzen entzünde - oder verschenke.
Ich öffnen den Sack mit dem Wachs und stecke meine Nase hinein. Das Wachs duftet wunderbar süß! Und wie schön es ist, mit der goldgelben Farbe, die das Wachs von Natur aus hat.
In einer Schachtel im Keller lagert das Zubehör zum Kerzengießen, das ich hervorhole. Am Nachmittag schmelze ich ein paar Brocken Wachs in dem schmalen hohen Gefäß, das zur Sicherheit im heißen Wasserbad steht, da das Wachs sonst allzu leicht brennbar wäre.
Spätestens nach den ersten Teelichten, die ich in die Form gegossen habe, weiß ich, wieso derart selten Bienenwachs verarbeitet wird. Bienenwachs erweist sich in der Verarbeitung weitaus klebriger als synthetisches Wachs aus billigem Paraffin.
Unlängst, in Vorfreude auf das Selbermachen von schönen Kerzen, kaufte ich in einem Bastelladen eine Würfelform, die ich heute gleich verwende. Ich bin gespannt, wie das mit dieser Form gehen wird . Meine Form für Zylinderkerzen ist nirgends zu finden. Darüber bin ich verärgert, denn ich hatte das ganze Zubehör im Vorjahr jemanden geborgt und da habe ich bei der Rückgabe im guten Vertrauen die Schachtel nicht auf Vollständigkeit kontrolliert.
Um neben Teelicht und Würfel eine weitere Art von Kerzen zu bekommen, forme ich eine Stabkerze. Dazu muss das Wachs eine bestimmte Temperatur und Konsistenz bekommen, damit es in meinen Händen formbar ist. Weder darf es flüssig, noch darf es zu kalt sein, denn da ist es unmöglich zu bearbeiten. Nach einigem Experimentieren im Laufe der Nachmittagsstunden halte ich einen formbaren Wachsbrocken in den Händen. Vom Docht mit der passenden Stärke schneide ich ein 30 cm langes Stück ab und beginne ihn mit Wachs zu umhüllen. Nach und nach kann ich eine längliche Festtagskerze erkennen, die durch die Wärme und Bewegung meiner Hände entsteht. Oft umfängt meine Hand die Kerze, um die Oberfläche zu glätten. Ein unbekümmerter Versuch, das auf der glatten Arbeitsfläche zu tun scheitert, da das Wachs bei der Berührung mit der Arbeitsplatte zu rasch abkühlt und sich nicht mehr glätten lässt, sondern in Schüppchen abreißt, was potthässlich aussieht und sich nur noch mit Mühe wieder glätten lässt mit der Hand.
Nach getaner Arbeit stehen nun rund zwanzig Teelichte, drei Würfel- und zwei Festtagskerzen zum Aushärten am Fensterbrett. Sie duften wunderbar und ich freue mich auf Momente, in denen ich eine dieser handgemachten Kerzen entzünde - oder verschenke.
rosenherz - 25. Nov, 16:51
Uta-Traveller - 26. Nov, 08:05
soooo viel Atmosphäre
hast du gemerkt, ich stehe neben dir und schnuppere das Wachs
ich liebe diesen Duft
und dein Kerzennachmittag - Meditation pur
liebe Grüße
Uta
hast du gemerkt, ich stehe neben dir und schnuppere das Wachs
ich liebe diesen Duft
und dein Kerzennachmittag - Meditation pur
liebe Grüße
Uta
rosenherz - 29. Nov, 00:25
Oh ja, Kerzengießen ist eine wunderbare Art der Kontemplation in dieser oftmals hektischen Alltagswelt. Hektisches Treiben wäre bei dieser Arbeit völlig fehl am Platz, denn beim Hantieren mit dem heißen Wachs könnte einem das teuer zu stehen kommen.
SCHLAGLOCH - 26. Nov, 18:43
Hallo Rosenherz ! Wenn es draußen schneit
ist auch Zeit zum Bloggen. Alles hat seine Zeit, auch die Auszeit. Die "Welt" hat dich vermisst.
Gruss schlagloch.
Gruss schlagloch.
rosenherz - 29. Nov, 00:20
Lieber Schlagloch,
ob die "Welt" mich vermisst hat, vermag ich nicht zu sagen, doch dein freundlichen Worten freuen mich ganz besonders: sie heißen mich willkommen nach der fast halbjährlichen Abwesenheit.
ob die "Welt" mich vermisst hat, vermag ich nicht zu sagen, doch dein freundlichen Worten freuen mich ganz besonders: sie heißen mich willkommen nach der fast halbjährlichen Abwesenheit.



(http://www.schnyder-kerzen.ch/produkte/altarkerzenlit.htm