Morgen ist Muttertag. Und damit ich da zu einem ordentlichen Frühstück komme, habe ich heute Abend schon mal vorsorglich was gebacken - süße Rosinenbrötchen aus frisch gemahlenem Dinkelkorn. Und wie das duftet in der Küche!
rosenherz - 10. Mai, 23:37
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Meine Tochter steht beim Herd und rührt genüsslich in der aufkochenden Suppe. Sie rührt mit dem Schneebesen so, dass sich der Topf auf der Herdplatte zu drehen beginnt. Sie kostet das Spiel aus. Nichts bringt sie aus der Ruhe, während sie rührt und redet. Es sind wundervolle Momente, in denen wir zusammen sind und ich ihre Anwesenheit genießen kann.
Der Duft eines frisch gebügelten Hemdes, der Anblick des Wäscheständers mit meiner trockenenden Kleidung, die silberen Mondscheibe die ihr Licht zwischen die kahlen Birnbäume wirft, funkelnde Sterne in einer lauen Winternacht, eine Nachricht am Handy, das sind wundervolle Momente, in denen ich inneren Wohlstand fühle. Momente, in denen mich nicht einmal ein Berg schmutzigen Geschirrs stört.
Vor nicht allzulanger Zeit, da glaubte ich, der innere Wohlstand käme durch äußeren Wohlstand zustande. Der bessere Job, das höhere Einkommen, die schöneren Möbel, das prestigeträchtigere Auto, das modische Styling, der schneller arbeitende Rechner, die billigere Telefonverbindung, das feinere Leder bei der Tasche.
Aber es sind nicht die Umstände, die mich glücklich sein lassen. Es ist zuerst das wundervolle Gefühl des inneren Wohlstands da, das mich zu dem Gedanken führt, die Umstände fügten glücklich. Aus einem finanziellen Desaster wachsen ungeahnte Kräfte der Insipration und Kreativität. Ja sogar eine Zangsräumung entpuppt sich als Chance und das Ende einer Beziehung ist zugleich Anfang einer neu gewonnen Selbstachtung.
rosenherz - 28. Jan, 23:56
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"Was bin ich denn selbst? Ich sammelte und benutze alles was mir vor Ohren, Augen und vor die Sinne kam. Zu meinem Werk haben tausende Einzelwesen das ihrige beigetragen, Toren und Weise, geistreiche Leute und Dummköpfe, Kinder, Männer, und Greise, sie alle kamen und brachten mit ihre Gedanken, ihr Können, ihre Erfahrungen, ihr Leben und ihr Sein; so erntete ich oft, was andere gesät, und dieses Werk trägt den Namen Goethe."
rosenherz - 24. Jan, 19:14
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Simone de Beauvoir schrieb über den männlichen Sexualakt, dass er "immer eine Art der Vergewaltigung ist". Der Mann spielt im Akt die aggressive Rolle und die Frau leidet.
Für Erich Fromm ist "sexuelles Begehren nur Ausdruck und Erfüllung von Liebe."
William Blake betrachtete die Sexualität als ein Mittel, "der Ewigkeit teilhaftig zu werden und den göttlichen Menschen zu erwecken, der in uns schlummert." Und er vertrat die These, dass "die Liebe die Chance eröffnet, das Gefängnis der kapitalistischen Gesellschaft zu verlassen."
Über die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg haben sich Wertungen der Liebe etabliert. Von Seiten der Philosophie gibt es positive und negative Wertungen. Sehen wir sie uns an:
Negative Wertungen der Liebe finden wir bei:
.) Augustinus
.) Thomas von Aquin
.) Arthur Schoppenhauer
.) Alice Schwarzer
.) Simone de Beauvoir
Positive Wertungen der Liebe finden wir bei:
.) Aristipp
.) Platon
.) Ovid
.) Le Mettrie
.) Erich Fromm
.) Wilhelm Reich
.) Margot Anand
rosenherz - 23. Jan, 10:11
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Wie beinah jeden Tag weckt mich der Lärm eines Mitbewohners im Haus. Musik lärmt durch die dünnen, alten Wände, Bässe dröhnen, nach wenigen Minuten stehe ich genervt auf. Mit noch verschlafenen Augen nähere ich mich dem einzigen Fenster im Zimmer, nach Norden gerichtet, dessen großzügige Breite erlaubt einen weiten Blick.
Im sich lichtenden Morgengrau fällt mir auf, die Hänge am nah gegenüberliegenden Berg sind schneelos. Mich beschleicht ein Gefühl des schlechten Gewissens. Hatte ich gestern gelogen? Eine Mitreisende hatte mich gefragt, ob es noch Schnee gäbe bei uns. "Ja, klar!", versicherte ich ihr. Als ich nun die schneelosen Wiesen des Weihrauch-Bauern sehe, zweifle ich am Wahrheitsgehalt meiner gestrigen Antwort. Hatte ich in meiner Geschäftigkeit vergangener Tage übersehen, dass der Schnee gänzlich geschmolzen war? War ich so vertieft gewesen in meinen Alttag?
Ich gehe näher heran ans Fenster. Neige mich nahe an die Fensterscheibe, um den Abhang vor meinem Fenster zu erspähen. Liegt dort Schnee? Liegt dort jener Schnee, der mein Gewissen augenblicklich entlasten könnte?
Ja, Schnee bedeckt die Landschaft vor meinem Haus. Nein, nicht nur vor meinem Haus, der ganze Bergrücken ziert sich winterweiß. - Ich hatte die Wahrheit gesagt.
Wenn ich morgens beim Fenster verweile, stimme ich mich ein, auf den vor mir liegenden Tag. Wie ist das Wetter? Welche Farbe zeigt das Licht an diesem Morgen? Welche ersten Gedanken kommen mir in den Sinn?
Vor dem Fenster tänzelt ein trockenes Blatt empor - als vollführe es einen Ballettreigen. Es schwingt es sich ein paar Zentimeter in die Höhe, hält einen Moment inne, um wieder von neuen im Luftstrom in die Höhe zu tanzen. Immer wieder das gleiche Spiel. Bis es aus meinem Blickfeld entschwindet. Fasziniert beobachte ich das unerwartete Schauspiel. "Verborgene Schätze" - mein Gedanke dazu. Was wird mir dieser kommende Tag offenbaren an bisher verborgenen Schätzen?
rosenherz - 18. Jan, 08:21
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... Kunststoffgefäße langsamer, als Glas oder Porzellan?
rosenherz - 16. Jan, 10:23
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... Hektar Braugerste braucht es für 100.000 Seidln Bier?
rosenherz - 15. Jan, 16:42
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Handgestrickte Socken - ich finde sie wunderbar. Vor allem wenn sie mit feiner Wolle und dünnen Nadeln gestrickt sind. Solch feine Socken lassen sich gut in Straßenschuhen anziehen, sie tragen kaum auf und wärmen trotzdem gut. Zudem sehen sie chick aus, wenn die Farben abgestimmt sind auf die restliche Kleidung.
An Weihnachten 2007 wollte ich etliche Menschen aus meinem Familienkreis und dem Freundeskreis mit Handgestrickten beschenken. Aber dazu musste ich rechtzeitig Planen. Rechtzeitig beginnen, also spätestens im frühen Herbst. Mitte September holte ich das Nadelspiel hervor, Wolle hatte ich noch am Lager und schon konnte es losgehen. Das erste Paar sollte Schuhgröße 44 werden.
Mit meiner Einschätzung klappte es auch, es sind wirklich Socken der Größe 44 geworden, obwohl ich dazu niemals ein Zentimeterband verwende. Früher strickte ich noch haargenau nach den Angaben in der Anleitung von Strickheften und nach dem Maßband. Jetzt verlasse ich mich auf Augenmaß und Fingespitzengefühl. Das perfekte Zusammenspiel von Wollart, Fadenstärke, Nadeldicke, Musterung und Größe des Strickwerkes ist eine Kunst, die Erfahrung und Fingerspitzengefühl verlangt. Sie entwickeln sich am Tun selbst.
Eingepackt in einen orangefarbenen Karton, in dem das Sockenpaar exakt hineinpasste, überreichte ich das Geschenk zu Weihnachten meinem Schwiegervater. Ich wusste, dass er die Vorzüge handgestrickter Socken zu schätzen weiß. Vor weiß Gott wievielen Jahren hatte ich ihm einmal ein solches Paar zum Geburtstag geschenkt gehabt. Er hatte es all die Jahre sorgsam gepflegt. Alte Leute haben manchmal die Angewohnheit, neue Dinge vorerst aufzubewahren, bevor sie sie verwenden. Mein Schwiegervater zog die Socken regelmäßig an, statt sie im hintersten Winkel der Sockenlade verstauben zu lassen. Ich denke, er hat sie geschätzt.
Dass er sich über das neuerliche Paar freut, war ihm anzusehen. Er lächelte nicht nur mit dem Mund, sondern strahlte übers ganze Gesicht, als er es auspackte. Ein paar Tage später, es war noch vor Silvester, erzählte er mir: "Ich habe die Socken schon an." Er hob das Hosenbein ein wenig hoch und ließ das Bündchen der Socken hervorblitzen, das ich augenblicklich als mein Werk wiedererkannte.
Aber vielleicht waren es weniger die Socken an sich, über die er sich freut, sondern viel mehr der Umstand, dass ich sie persönlich für ihn gestrickt habe.
rosenherz - 15. Jan, 12:28
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... greifen die Frauen am liebsten bei einem Mann?
rosenherz - 14. Jan, 17:46
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